Bericht vom Kindermitarbeitertag in Lübeck

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leguanWas haben ein Leguan und ein Kindergottesdienstmitabeiter gemeinsam?

  • Ein Leguan kommuniziert über den Farbwechsel. Als Kigo-Mitarbeiter müssen wir Kinder unterschiedlich ansprechen.
  • Er kann seine Augen unabhängig voneinander nach links, rechts, vorne und hinten bewegen. Als Kigo-Mitarbeiter haben wir manchmal unsere Augen überall.
  • Er hat einen Helm auf. Als Kigo-Mitarbeiter tragen wir einen Helm des Heils.

Gemeinsam mit den Bundeskreisen und ihren Kreisbeauftragten für die Arbeit mit Kindern veranstaltete der Bund FeG in 2014 regionale Kindermitarbeitertage unter dem Motto „Was für Kinder!“. Mit fünf Kigomitarbeitern besuchten wir den Regionaltag in Lübeck.

mengeAls Kindergottesdienstmitarbeiter können wir nur staunen, was Kinder alles drauf haben! Sie sind erfindungsreich und lustig, sie fordern uns heraus, sie haben manchmal ganz schön dicke Probleme und sie sind mit uns zusammen auf dem Weg des Glaubens. Die Welt der Kinder hat sich aber auch geändert. Was früher selbstverständlich war, gilt heute manchmal nicht mehr.

In den Impulsreferaten stand die Frage „Wie leben Kinder heute?“ im Mittelpunkt. Anke Kallauch erklärte uns anhand der Ergebnisse der World Vision Studie 2013 die Lebenswelt der Kinder. Schlagworte die hängenblieben sind:

  • Verkürzte Kindheit – Kinder nehmen heute deutlich früher Abschied von der Kindheit und die Jugendzeit sich dadurch verlängert.
  • Kinder leben in einer Zeit der vielen Stimmen, die zu einer permanenten Reizüberflutung führt. Ein durchschnittliches Kind schaut in einem Monat z.B. 900 Werbespots.
  • Von einem Kind wird viel mehr an Urteilsvermögen und Autonomie erwartet.
  • „Lebensort Schule“ – Schule wird durch die Ganztagesbetreuung zum einem Ort des Aufwachsens.

„Was brauchen Kinder heute?“

  • Aufgaben, an denen es wachsen kann.“Kinder sind nicht Schüler, denen wir etwas beibringen, sondern Gäste, die nach dem Weg fragen.“
  • Vorbilder, an denen es sich orientieren kann. Es geht nicht vorrangig um Wissensvermittlung, sondern darum, gemeinsam Christus nachzufolgen.
  • Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt. Wollen wir Kinder lediglich „integrieren“ oder sind wir bereit, das System Gemeinde auch von ihnen verändern zu lassen?
  • Jedes Kind braucht GOTT.
Wer immer IHN aufnahm, dem verlieh er das Recht, Gottes Kind zu werden.– Joh.1,12

agIn verschiedenen Seminaren (Wo bleiben denn die Jungs?; Spiel das Ding – neue Spiele; Interkulturelle Arbeit – Kindern aus anderen Kulturen begegnen; Orange – Eltern und Gemeinde gehen Hand in Hand; Eine sichere Gemeinde werden – Schutz vor Missbrauch) konnten wir am Nachmittag interessante Aspekte vertiefen.

Inspiriert und ermutigt sind wir zurück nach Kiel gefahren, im Gepäck eine neu (entdeckte) Sicht auf das Kind: „Sei echt, das halte ich als Mitarbeiter aus!“

Heike Klassen

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