Geistige Gesundheit – Durch den Glauben Lebenskrisen ausbalancieren

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Die geistige Gesundheit ist ebenso wichtig wie die körperliche Gesundheit. Beide Arten von Gesundheit hängen sogar unmittelbar zusammen. Nicht ohne Grund sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit.“

Ein Beispiel: An Depressionen sind derzeit rund 340 Millionen Menschen weltweit erkrankt. Davon begehen jährlich rund 1 Millionen Menschen Selbstmord. Damit ist die Depression tödlicher als die Tuberkulose. Depression ist eine Krankheit der Moderne, ausgelöst durch Stress. Gestresst ist man wiederum, wenn man stark beansprucht wird und den Eindruck hat, die Situation nicht meistern zu können. Eine Beanspruchung (z. B. bei der Arbeit oder in der Familie) ist dann mit eigenen Kräften und Fertigkeiten nicht mehr in den Griff zu bekommen und das Leben gerät aus der Balance. Veränderungen im Lebensrhythmus wirken dann bedrohlich statt bereichernd.

Folgerichtig versteht man in der Psychologie unter einem „seelisch gesunden Menschen“ jemanden, der eine stark ausgeprägte Fähigkeit zur Bewältigung äußerer und innerer Anforderungen besitzt, über ein hohes Selbstwertgefühl verfügt, sich einer hohen Sinnerfülltheit erfreut, mit seinem Leben zufrieden ist und zudem durchsetzungsfähig ist. Dem seelisch gesunden Menschen gelingt zudem die Balance zwischen Stabilität und Veränderung.

Darüber hinaus wird seelische Gesundheit im Zusammenhang mit Selbstvergessenheit und Liebesfähigkeit gesehen. Wem es gelingt, mehr von sich selbst weg und auf andere zu sehen (das bedeutet „Selbstvergessenheit“), statt sich immer nur mit sich selbst und dem eigenen Innenleben zu beschäftigen, und wer in der Lage ist, andere Menschen zu lieben, hat die Grundlage für eine ausgeprägte seelische Gesundheit geschaffen (siehe Artikel zur Selbstvergessenheit). Hier sind sich die Psychologie und die Theologie ganz nahe.

Es drängt sich einem die Frage auf, ob der Glaube die eigene Gesundheit beeinflussen kann. Als ein Beispiel soll eine aktuelle Studie des Arbeitspsychologen Tim Hagemann von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld-Bethel vorgestellt werden.

Insgesamt findet Hagemann, dass Glaube und Spiritualität einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben können. Untersucht wurde die Gesundheit von Arbeitnehmern, das Arbeitsklima und die Belastbarkeit. Dazu wurden nahezu 1000 Mitarbeitende aus dem Gesundheits- und Sozialwesen befragt. Es zeigte sich, dass Mitarbeitende, die Formen von religiösen oder spirituellen Bewältigungsstrategien nutzen, sich weniger stark beansprucht fühlen (also weniger gestresst sind). Hinzu kommen Formen von sozialer Unterstützung, Wertschätzung sowie Transparenz und Partizipation bei der Arbeit, die das subjektiv empfundene Beanspruchungserleben beeinflussen.

Was wäre eine Konsequenz dieser Studie? „Einrichtungen sollten ihre Mitarbeitenden ermuntern und es ermöglichen, religiöse Glaubensvorstellungen und Spiritualität zu leben. Dies setzt sowohl für konfessionell als auch nicht konfessionell gebundene Einrichtungen voraus, dass Unterschiedlichkeit und eine interkulturelle Öffnung gelebt werden“, erklärt Tim Hagemann.

Gelebter Glaube kann auf vielfältige Art und Weise helfen, gesünder zu leben: Wer sich der Enthaltsamkeit verschreibt, wird beispielsweise gelegentlich Fastenzeiten einhalten und maßvoller Alkohol trinken. Darüber hinaus dienen Ruhetage wie der Sonntag als Regenerationsphasen und tragen so zur Stressminderung bei.

Glaube wirkt nicht nur als Gesundheitsvorsorge. Auch Menschen, die sich in ihrer Krankheit alleingelassen fühlen, können manchmal aus einer geistlichen Unterstützung wieder Kraft schöpfen.

Das Menschenbild der Bibel ist eng mit dem hebräischen Begriff „näfäsch“ verknüpft. In der Übersetzung mit „Seele“ bezeichnet es tatsächlich den ganzen Menschen, also sowohl das Innere (die Seele) als auch das Äußere (den Leib). Der Körper ist Teil von Gottes Schöpfung und damit möglichst gesund zu erhalten. Ist ein Teil der näfäsch krank, werden auch die anderenTeile leiden. Womit sich der Kreis zu der Aussage der WHO schließt: „Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit.“ Und die wird auch durch den Glauben in Balance gehalten.

Thomas Wehr

  1. 15. Juli 2016

    http://www.heliplanex.com/

    Ya podian gastar mas en investigacion y menos en viajes medicos salvajesBueno Gracias jubi por avisarme como ya te dije en mi blog al venir con menbrete la di por validaGRACIASOtra cosa si te animas el dia 23 de Mayo Sabado subiremos a la torre de san PabloDia 23 de MayoHora 10AMLugar plaza de san PabloOs esperamos a quienes quiera estar dentro de esa torreSaludos

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